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Vier Jahre ist es her, da hat Detektiv Harry Bosch eine Mann getötet. Norman Church hat 11 Frauen grausam Vergewaltigt und sie dabei, mit dem Riemen ihrer Handtaschen, erwürgt. Hinterher wurden die
Gesichter der Opfer geschminkt. Nun behauptet die Witwe Churchs, ihr Mann sei nicht der Mörder gewesen und findet in der klugen Anwältin Honey Chandler eine gute Staatsanwältin. Bosch wird der Polizeiwillkür
angeklagt. Ein aufsehenerregender Fall, in einem LA., das die erst wenige Jahre zurückliegenden Rassenunruhen wegen Rodney King nicht vergessen hat. Es steht viel auf dem Spiel für Bosch. Da wird überraschend eine
weitere Frauenleiche gefunden, nachdem ein Brief im Polizeibüro abgegeben wurde. Die Leiche liegt einbetoniert in den Grundmauern eines abgebrannten Hauses. Alles weißt auf den Puppenmörder hin. Doch die Frau im
Beton ist erst zwei Jahre tot. Hat Bosch den falschen erschossen? Lebt der Puppenmörder noch, oder handelt es sich um einen Nachahmungstäter? Honey Chandler ist erstaunlich gut informiert. Während der Prozeß
weitergeht treibt die zornige, kalte Staatsanwältin Bosch und dessen unfähigen, übergewichtigen Anwalt mehr und mehr in die Enge. Sie will Bosch festnageln. Doch der Detektiv ist von gewohnter Hartnäckigkeit. Trotz
seiner knappen Zeit ermittelt er weiter. Und kommt auf eine heiße Spur. Church ist tatsächlich nur für 9 der 11 Morde verantwortlich. Das schwarze Herz schlägt nicht allein. Der Puppenmörder hat einen Jünger. Einen
Jünger, der genau über die Methode seines “Meisters” Bescheid wissen muß. Einen Mann, der in der Fahndungstruppe gearbeitet haben musste. Bosch ist in der Zwickmühle. Chandler nimmt ihn in das Kreuzverhör, doch wenn
Bosch auf den Nachahmungstäter hinweist, wird dieser gewarnt und ist nicht mehr zu fassen. Da geschieht etwas völlig überraschendes!Wertung: 10 Punkte Wieder ist es Connelly gelungen den
dunklen Moloch LA. und die Menschen am Abgrund, die in ihm vegetieren, glänzend darzustellen. Der Roman bewegt sich zwischen den Gerichtsszenen und der verzweifelten Ermittlung von Bosch hin und her, wobei der
Handlungsfaden komplex, aber nicht unübersichtlich ist. Der verbale Schlagabtausch vor Gericht und Boschs Jagd nach dem “Jünger” sind gleichwertig in ihrer an den Nerven zerrenden Spannung.
Man mag das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Man muss auch anmerken, daß es Connelly nicht nur gelingt die Spannung immer weiter zu steigern, er läßt sie auch in einem überraschendem Schluß explodieren. |