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Der Poet

Oft ist die Wurzel das Wahrhaft Böse, es ist jedoch ihr Same, der geächtet wird!

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Connellys Meisterwerk!

Das Buch ist bei Heyne erschienen; Kostet 16,90 DM und hat 553 Seiten!

Jack McEvoy ist Gerichtsreporter einer Zeitung in LA. . Ein Job der ihm leidlich Spaß bringt. Als sein Zwillingsbruder sich an einem See erschießt und die Polizei felsenfest von Selbstmord ausgeht, stellt er Nachforschungen auf eigene Faust an und entdeckt unglaubliches.
Die merkwürdige Nachricht, die sein Bruder vor seinem Tod hinterlassen hat stammt aus einem Gedicht von Edgar Allan Poe.
“Jenseits von Raum, Jenseits von Zeit”.
Und es gibt weitere Polizistenselbstmorde, die solche “Abschiedsbriefe” hinterließen. Das und weitere Beweise bringen die Polizei dazu, die Fälle zu untersuchen. Da es sich um ein Bundesstaaten übergreifendes Verbrechen handelt, wird das FBI hinzugezogen.
Scheinbar hat man es mit einem besonders gemeinen und gerissenen Serienmörder zu tun. Der Mann ermordet Kinder, oder Leute, die mit Kindern zu tun haben, um dann den ermittelnden Beamten umzubringen. Letzteres tarnt er als Selbstmord.
Jack McEvoy weiß das er es mit einer Story zu tun hat, die ihn ganz oben in die Journalistenriege katapultieren würde, aber eine Veröffentlichung würde den Gesuchten Verbrecher verschrecken und abtauchen lassen.
So wird er zum helfenden Beobachter und steckt immer in der Zwickmühle zwischen seinem  Selbstverständnis als Reporter, der die große Geschichte wittert, und dem Wunsch, den Mörder seines Bruders zu finden.
Die Jagd beginnt, doch der Gegner ist gerissen, sehr gerissen.

WERTUNG: 10
Hier hat Connelly sein Meisterstück abgeliefert. Seine anderen Romane sind gut, andere sehr gut, dieser ist überragend. Man ist von der Geschichte gefesselt. Der manchmal zu trockene und sachliche Stil Connellys kommt hier kaum zum Vorschein. Im Gegenteil, der Autor scheint sich den Titel nicht nur in Bezug zu seiner Bösen Hauptfigur zu Herzen genommen zu haben, sonder auch für sich selbst. Die Geschichte selbst packt einen ohne jede Vordergründige Action oder unnötige Brutalität. Die Spannung wird noch erhöht, da Connelly zeitweise auch den Serienmörder einblendet und ihn zu Wort kommen läßt. Dabei verzichtet er auf jede Sympathie für dieses Monster, was in so miesen Büchern und Filmen wie die Hannibal Lector Reihe ja leider nicht der Fall ist.
Dieses Buch MUSS man gelesen haben. Also bitte oben auf das Cover klicken und bestellen!

Edgar Allen Poe. Erfinder der Kriminalgeschichte, des Privatdetektivs und Verfasser schauerlicher Bücher.

Hier eini Auszug aus dem Gedicht TRAUMLAND:

Auf einem Wege, finster, einsam,
heimgesucht von bösen Engeln,
wie ein Eidolon, die NACHT,
übt auf finsterem Throne MACHT.
Fand ich aus fernstem, düsterem Thule,
jüngst erst ich den Weg in dieses Land,
aus einer Gegend, wild und weit,
Jeneits von Raum, Jenseits von Zeit.

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Titelbild der amerikanischen Ausgabe

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