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In einem Seitental des Ermstals befindet sich der Uracher Wasserfall, der wohl schönste Wasserfall der Schwäbischen Alb. Über ihn stürzt der Abfluss einer Karstquelle, der ihn durch Ausscheidung von Kalk auch aufgebaut hat und ständig weiter aufbaut, 37 m im freien Fall in die Tiefe, wonach er noch weitere gut 50 m über ein moosbewachsenes Kalktuffpolster abfließt. Die Karstquelle mit einer Schüttung von ca. 70 - 420 l/s, entspringt wenig oberhalb des Wasserfalls aus dem Hangschutt der Hochwiese. Ihr Einzugsbereich umfasst die Flächen um Würtingen auf der Albhochfläche. Im Jahr 1994 betrug die Wasserschüttung ca. 1,85 Mill. m3. Diese Wassermenge würde die Schlichentalsperre bei Balingen randvoll füllen. Aus den Kalkschichten oberhalb der Karstquelle wurden in einem Jahr 555 Tonnen Kalkstein gelöst. Zum Abtransport dieser Gesteinsmassen würde man 55 zweiachsige Lastkraftwagen benötigen. Von diesen 555 Tonnen gelöstem Kalkstein scheiden sich unterhalb des Wasserfalls auf der Kalksinterterrasse wieder 60 Tonnen ab. Dies waren im untersuchten Zeitraum im Durchschnitt täglich ca. 163 kg Kalk (Calcit). Blätter, Moose und Äste überziehen sich so unterhalb des Uracher Wasserfalls mit einer Calcitschicht. |
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