Salzaspring

Salzaspring bei Nordhausen 22 Mill. Kubikmeter im Jahr. Die Herkunft des Wassers des Salzasprings ist bis heute wissenschaftlich nicht nachgewiesen worden. Alle Angaben stützen sich auf Vermutungen. Sein unterirdisches Einzugsgebiet wird bis in die Gegend von Nüxei-Tettenborn (Niedersachsen, Landkreis Osterode) vermutet. Es ist anzunehmen, daß das Wasser der Karstquelle einerseits den vielen kleinen Schwindsystemen der näheren und weiteren Umgebung entstammt. Andererseits dürfte es sich zum großen Teil um wieder austretendes Wasser aus Flußversinkungen der Wieda und der Zorge handeln. Die Wasserführung dieser Flüsse zeigt sich mit einmonatiger Verzögerung im Schüttungsverhalten des Salzasprings. Das größtenteils in den pleistozänen Schottern versinkende Flußwasser kann durch Karstspalten und auf geologischen Störungen den Quellen zufließen.

Der Salzaspring liegt an einer Störung, die die Zechsteinschichten gegen den Unteren Buntsandstein verwirft. An dieser Störungszone tritt das Wasser in Form einer großer Quellgruppe wieder zutage. Die Wasseranalysen zeigen, daß das Wasser dem Karst entstammt. Die einzelnen Quellen unterscheiden sich nur unwesentlich voneinander. Der relativ hohe Nitratgehalt von etwa 20 mg/l ergibt sich aus dem Einfluß der umgebenden Landwirtschaft und der Abwassereinleitung in die Flüsse. Der Sulfatgehalt schwankt bei den einzelnen Quellen um etwa 800 mg/l (1993). Mit 1.211 mg/l Sulfatgehalt (1993) schüttet das Grundlose Loch den stärksten Karstwasseranteil. Das Grundloses Loch hat eine Tiefe von 3,5 m und eine Mittlere Schüttung von 64 l/s, der Großer Quellteich ist mit einer Tiefe von 30-70 cm relativ flach seine Schüttung beträgt 213 l/s bis 1435 l/s , bei einer Mittleren Schüttung von 704 l/s.



Großer Quellteich



Grundloses Loch