Nessetalquellen

Obwohl im Hörselberggebiet ca. 700 mm Niederschlag im Jahr fallen, leidet die Gegend unter Wassermangel, weil der Regen im kalkigen Karstgestein versickert. Ein Teil des Wassers der Hörsel versickert bei Teutleben und Wutha im karstigen Flussboden und kommt in ca. 15 stark schüttender Karstqellen, mit einer Schüttung von bis zu 600 l/sec, im Nessetal bei Ettenhausen und an der Klappmühle, bei Melborn sowie in Stockhausen wieder zu Tage. Im Jahre 1905 und 1927 wurden Versalzungsversuche angestellt, um die Herkunft des Wassers der Nessetalquellen zu klären. Das Wasser legt von Wutha nach Stockhausen in bis zu 20 Stunden mit nur 175 m pro Stunde, eine Luftlinie von 3,5 km zurück. Es durchqueren dabei ein stark zerklüftetes unterirdisches Karstsystem unter den Hörselbergen. Das Wasser der Quellen im Nessetal wird auf Grund seiner konstanten Temperatur von 8-9 °C, seit Jahrhunderten zur Zucht von Brunnenkresse in kleinen Teichen genutzt.