Unmittelbar an der Burgruine in Bad Lippspringe entspringt die Lippe, nimmt ihren Lauf und mündet 255 Kilometer weiter in den Rhein. "Odinsauge" wird der tiefblaue Quellteich im Volksmund genannt. Die Quelle mit einer Durchschnittlichen Schüttung von 740 l/s, liegen im geologischen Grenzgebiet der quartären Sande der Senne und der Plänerkalksteine (Turon) der Paderborner Hochfläche. Das Wasser stammt weitgehend aus Niederschlägen und Oberflächenwassern, die in dem südöstlich von Bad Lippspringe gelegenen Karstgebiet versickern. In der nähe der Lippequelle liegt der Jordanpark, hier sprudelt die in Naturstein gefasste Jordanquelle, deren Flußlauf sich an zwei Stellen im Stadtgebiet mit der Lippe vereinigt.
Als man im 19. Jahrhundert auch noch heilende Quellen fand, entwickelte sich der Ort schnell zum gern besuchten Bad. Neben der Arminiusquelle - heute in einem attraktiven Brunnentempel sichtbar - nutzte man die Liboriusquelle, die Kaiser-Karls-Quelle und die Siegfriedquelle - alles Calcium-Sulfat-Hydrogen-Carbonat-Wässer.
Die Martinusquelle wurde 1962 erbohrt. Sie kommt aus 700 Metern Tiefe und fördert 3000 Liter Wasser pro Minute - eine solch starke Schüttung, daß auch das Bewegungsbad des Therapie-Zentrums Klinik Martinusquelle, das städtische Freibad und das Freizeit-Spaßbad "Westfalen-Therme" gespeist werden.
Von der Natur reich bedacht, sprudeln in Bad Lippspringe gleich drei mineralhaltige Quellen aus dem Boden hervor. Ihre wertvollen Inhaltstoffe (fluoridhaltiges Calcium-Sulfat-Hydrogencarbonat-Wasser) lindern und heilen insbesondere Magen- und Darmerkrankungen und wirken entzündungshemmend auf die Schleimhäute.
Während die Arminiusquelle (20,5° C) und die Liboriusquelle (15,9° C) ausschließlich für Trinkkuren genutzt werden, lassen sich mit dem wohligen 27,8°C temperierten Quellwasser der Martinusquelle hervorragend die verschiedenen Bewegungsbäder und sogar die Schwimmbäder speisen.